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Identifikation von Brennpunkten / CHAID

CHAID-Analysen zeigen, welche Kombination von Umständen besonders gefährlich ist

Manchmal ist es erst die Kombination mehrerer Faktoren, die zu starker Unzufriedenheit führt. Um solche Kombinationen zu finden, führt man CHAID-Analysen durch.

Im Gegensatz zur Treiberanalyse, mit der die Wichtigkeit einzelner Aspekte für die Gesamtzufriedenheit auf Basis der Gesamtstichprobe ermittelt wird, liefert die CHAID-Analyse Hinweise darauf, in welcher Kombination sich das Zusammenwirken mehrerer Aspekte besonders negativ (oder positiv) auf die Gesamtzufriedenheit auswirkt.

Technisch wird dazu der Datensatz in mehreren Schritten in Subgruppen und diese in weitere Untergruppen aufgeteilt. Als Kriterium für die Aufteilung wird eine statistische Maßzahl verwendet (Chi²). Dieser Vorgang erfolgt automatisch (daher auch der Name des Verfahrens: CHAID = Chi-square Automatic Interaction Detectors).

CHAID-Analysen zeigen, welche Kombination von Umständen besonders problematisch ist.

CHAID-Analysen zeigen, welche Kombination von Umständen besonders problematisch ist.

Das Verfahren erleichtert es, Abteilungen zu identifizieren, die erhöhten Handlungsbedarf haben, weil sie genau bei den Aspekten schlecht abschneiden, deren Zusammenwirken kritisch für die Gesamtzufriedenheit ist. Dabei ist es dann nicht mehr von Belang, ob die Gesamtzufriedenheit in diesen Abteilungen tatsächlich schon schlecht ist. Das Verfahren hilft auch generell, den Blick auf das Wesentliche zu fokussieren. Wenn sich z.B. (wie oben in dem fiktiven Beispiel) schlechte Führung und schlechte Kommunikation als besonders kritisch erweisen, sollte hierauf der Schwerpunkt der Folgemaßnahmen liegen.

Die CHAID-Analyse ist prinzipiell auf die meisten Datensätze von Mitarbeiterbefragungen anwendbar. Allerdings darf die Fallzahl nicht zu niedrig sein. Bereits bei einer Stichprobengröße von weniger als n = 200 stößt das Verfahren an seine Grenzen.